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Hochwasser Deutschland: 6 Monate danach

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Ein halbes Jahr ist seit der Katastrophe im Westen von Deutschland vergangen.

In dieser Multimedia-Reportage blicken wir mit Ihnen auf die vergangenen Monate zurück. Und wir zeigen Ihnen,
wie vielfältig die Hilfsprojekte sind, die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft mit Ihren Spenden umsetzen.
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Im Juli 2021 zieht Tief Bernd über den Westen Deutschlands. Es regnet tagelang.

Dann ereignet sich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Katastrophe.
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Kleine Flüsse wie Ahr und Erft werden zu lebensgefährlichen Strömen. Mehr als 180 Menschen sterben, Tausende verlieren ihr Zuhause.

Die Fluten reißen Häuser mit sich, zerstören Straßen, Brücken und Bahngleise.
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122 Orte in Rheinland-Pfalz und 176 in Nordrhein-Westfalen sind von der Flut betroffen.

Mit den zurückgehenden Wassermassen wird das Ausmaß der Katastrophe nach und nach sichtbar.

Dieses Bild zeigt die Altstadt von Bad Münstereifel.
Die Menschen wissen nicht, wo sie anfangen sollen.
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Die Folgen der Flut im Ahrtal sind verheerend:

In einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Sinzig sterben zwölf Menschen.

Im Dorf Rech werden neun Häuser von den Fluten mitgerissen. Fast jedes zweite Gebäude in Mayschoß ist beschädigt oder zerstört; in Altenahr betrifft es 480 von 670 Häusern.

90 Prozent der Einwohner:innen in Dernau sind von den Folgen des Hochwassers betroffen.
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Auch Wochen nach der Katastrophe zeichnen Trümmer und Müllberge die Straßenränder.

Sie lassen erahnen, wie viel die Menschen verloren haben.

Für sie ist es noch immer kaum zu begreifen, was ihnen da passiert ist.
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Das sind Hildegard und Jürgen Perleberg aus Wisskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Sie überleben die Nacht der Katastrophe nur knapp. Von der Wucht des Wassers überrascht, retten sie sich gerade noch rechtzeitig in die erste Etage.
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15 Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft leisten nach der Flutkatastrophe humanitäre Hilfe.

Die Blaulichtorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst sind seit Tag 1 vor Ort.

Die Einsatzkräfte unterstützen die Evakuierung betroffener Menschen, leisten medizinische Hilfe, verteilen Trinkwasser und Lebensmittel.
 
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Die Bündnisorganisationen verfügen über jahrelange Erfahrung in der internationalen Katastrophenhilfe. 

Einsatzkräfte des Bundesverbands Rettungshunde helfen bei der Suche und Bergung vermisster Menschen. Dafür nutzen sie auch Drohnen. Auf dem Bild ist zu sehen, wie ein Helfer die Aufnahmen prüft.
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Viele Menschen in den Hochwassergebieten haben alles verloren. Neben Notunterkünften benötigen sie Alltagsgegenstände wie Bettwäsche und Spielzeug und Hygieneartikel wie Zahnbürsten und Desinfektionsmittel.

Mehrere Bündnisorganisationen kümmern sich um die Verteilung von Hilfsgütern und Sachspenden.
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action medeor liefert sonst medizinische Hilfsgüter aus Nordrhein-Westfalen in alle Welt. Nach der Flut transportiert die Hilfsorganisation Impfstoffe gegen Tetanus und Verbandsmaterial ins nahe Hochwassergebiet.
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Die Hilfsbereitschaft in den betroffenen Orten ist überwältigend: Aus dem ganzen Bundesgebiet reisen Menschen an, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

Auch Mitarbeiter:innen von Bündnisorganisationen wie
Help – Hilfe zur Selbsthilfe und ZWST packen mit an.

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Unsere Bündnisorganisationen unterstützen die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Wohnungen.

Hilfsorganisationen wie Habitat for Humanity und arche noVa stellen Bautrockner, Hochdruckreiniger, Schaufeln und weitere Materialien für Reparaturen und Aufräumarbeiten zur Verfügung.
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Von mehreren Bündnisorganisationen haben Betroffene finanzielle Soforthilfen erhalten. 29,45 Millionen Euro gingen an über 13.000 Haushalte. Landwirt:innen haben von Organisationen wie LandsAid Unterstützung bekommen.

Außerdem beraten Helfer:innen die Menschen bei behördlichen Fragen in lokalen sowie mobilen Büros.
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Um die vielfältigen Hilfsmaßnahmen im Katastrophengebiet umzusetzen, sind Tausende haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen über Wochen und Monate im Einsatz.

Stellvertretend für sie berichtet Corinna Eich von den Maltesern in Euskirchen.


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Sie räumen auf, sie bauen auf, sie halten durch.

Die Menschen in den Hochwassergebieten leisten seit Monaten Unglaubliches. Viele Folgen der Flut sind beseitigt, der Wiederaufbau geht voran.

Mehrere Hilfsorganisationen setzen Projekte um, die den Menschen ein Stück Alltag zurückgeben.
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Viele Menschen können vorerst nicht in ihre Häuser zurückkehren. Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, benötigen sie einen warmen und sicheren Ort, an dem sie leben können.

Aktion Deutschland Hilft und mehrere Hilfsorganisationen des Bündnisses finanzieren Mobilheime und Wohncontainer.
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In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stehen nun rund 200 dieser Mobilheime.

Das Hilfsprojekt entstand in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie Missy Motown, der Geschäftsführerin des Helferstabs Hochwasser Ahr.

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Es sind zahlreiche Hilfsinitiativen entstanden, die wiederum von Bündnisorganisationen wie ADRA unterstützt werden.

Ein Beispiel ist Die AHRche. Das ist ein Ort auf einem ehemaligen Campingplatz im Ahrtal, der für die Menschen so vieles ist: Wochenmarkt und Handwerkermesse, Café und Essensausgabe, Friseur und sozialer Treffpunkt.

"Die AHRche ist wie ein Dorfplatz, an dem Leute zusammenkommen können", sagt Lucas Bornschlegl. Er hat das Projekt nach der Flut ins Leben gerufen.
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Neben lokalen Initiativen unterstützen die Bündnisorganisationen auch Schulen, soziale Einrichtungen und Vereine.

Wir schaffen die Orte, an denen die Menschen wieder zusammenkommen. Ein Beispiel ist das Zirkuszelt der Johanniter in Dernau.

Kinder dürfen dort spielen, basteln und toben. Eltern wissen sie in guten Händen, während sie sich dem Wiederaufbau widmen können.
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Auch Arztpraxen und Apotheken sind von der Flutkatastrophe betroffen, darunter die Geschäftsräume von Inge Göttling in Altenahr – die einzige Apotheke im Umkreis von 50 Kilometern.

Mittlerweile ist die Apothekerin in Container in der Nähe gezogen, die action medeor zur Verfügung gestellt hat. 

"Viele Menschen sind sehr erschöpft. Dazu beobachten wir viele Beschwerden wie Schlafstörungen und innere Unruhe", sagt Inge Göttling.
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Wenige Meter weiter hat die Hausärztin Dr. Stefanie Nacke mit ihrem Team neue Behandlungsräume bezogen. Die Praxis der Allgemeinmedizinerin stand ebenfalls in Altenahr.

Der Neubeginn für medizinische Einrichtungen ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität – und gerade während der Corona-Pandemie von großer Bedeutung.
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So lange der Weg der Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auch sein mag – die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft werden ihnen weiterhin zur Seite stehen.

Die sichtbaren Folgen der Flut verschwinden. Doch langsam werden die seelischen Spuren deutlich, die die Katastrophe hinterlassen hat.
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Angst vor Regen und knackenden Geräuschen. Trauer um Angehörige.  Zukunftsangst. Verzweiflung.

Bei vielen betroffenen Menschen bestimmt das Erlebte die Gedanken- und Gefühlswelt. Der Redebedarf ist groß.

Psychosoziale Betreuung ist heute und in Zukunft von großer Bedeutung. Helfer:innen von Bündnisorganisationen wie AWO und dem Paritätischen sind für Kinder und Erwachsene da.
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Zerstörte Kindergärten und Schulen. Der Verlust des Zuhauses. Die große Verzweiflung der Eltern. Und die eigenen Erinnerungen an die Katastrophe.

Für viele Kinder und Jugendliche in den Hochwassergebieten müssen die vergangenen Monate schwer gewesen sein. Bündnisorganisationen wie das Kinderhilfswerk Global-Care und die Freunde der Erziehungskunst helfen ihnen, Abstand zu den Erlebnissen zu gewinnen.
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Die Hilfsprojekte unseres Bündnisses für Kinder sind vielfältig.

Es gibt Tanz- und Kunstworkshops. Es entstehen neue Spielplätze und Sportanlagen. Es finden Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe statt. Es gibt Tagesausflüge und finanzierte Erholungsurlaube für Familien.
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Mehr als 278 Millionen Euro sind seit der Flutkatastrophe für die betroffenen Menschen gespendet worden.

Wir sagen von ganzem Herzen DANKE!

Danke an alle Spenderinnen und Spender. Danke allen Unternehmen und Institutionen, die sich engagiert haben. Und danke an alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer:innen.
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"Eine Spendensumme in dieser Höhe ist einzigartig in der Geschichte von Aktion Deutschland Hilft. Angesichts der Ausmaße der Unwetter-Katastrophe ist dies ein wichtiger Beitrag für die Hilfe, die den Betroffenen auch längerfristig für den Wiederaufbau geleistet werden muss. Als Schirmherr des Bündnisses bin ich sehr dankbar für die Großzügigkeit und Solidarität der Menschen."

Prof. Dr. Horst Köhler
Bundespräsident a. D.
und Schirmherr von Aktion Deutschland Hilft
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